Rede von Nelson Mandela (1994)

Einweihung von Nelson Mandela

Die Zeit, die Wunden zu heilen, ist gekommen. Es ist an der Zeit, die Lücken zu füllen, die uns trennen. Die Zeit zum Bauen ist gekommen. Wir haben endlich das Ende unserer politischen Emanzipation erreicht. Wir setzen uns dafür ein, unser Volk von der Versklavung durch Armut, Entbehrung, Leiden, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung zu befreien. Wir haben es geschafft, die letzten Schritte in Richtung Freiheit unter Bedingungen des relativen Friedens zu unternehmen. Wir setzen uns für einen vollständigen, gerechten und dauerhaften Frieden ein. Es ist uns gelungen, Hoffnung in die Herzen von Millionen unserer Menschen zu implantieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Gesellschaft aufzubauen, in der alle Südafrikaner, egal ob weiß oder schwarz, ohne Angst stehen und gehen können, im Vertrauen auf ihr unveräußerliches Recht auf Menschenwürde, eine Regenbogennation, in Frieden mit sich selbst und mit der Welt. Als Beweis für ihr Engagement für die Erneuerung unseres Landes trifft die neue amtierende Regierung für nationale Einheit die dringende Entscheidung, die verschiedenen Kategorien von Landsleuten zu amnestieren, die derzeit zu Haftstrafen verurteilt werden. Wir widmen diesen Tag allen Helden und Heldinnen dieses Landes und dem Rest der Welt, die sich selbst geopfert oder ihr Leben gegeben haben, damit wir frei sein können. Ihre Träume sind wahr geworden. Freiheit ist ihre Belohnung.
Wir fühlen uns demütig und stolz auf die Ehre und das Privileg, das die Menschen in Südafrika haben, uns zum ersten Präsidenten einer demokratischen, nichtrassistischen und nichtsexistischen demokratischen Regierung zu ernennen.
Wir sind uns bewusst, dass der Weg zur Freiheit nicht einfach ist. Wir sind uns bewusst, dass keiner von uns alleine Erfolg haben kann.
Wir müssen daher als vereintes Volk gemeinsam für die nationale Versöhnung, für den Aufbau einer Nation, für die Entstehung einer neuen Welt eintreten.
Möge Gerechtigkeit für alle gleich sein.
Frieden existiert für alle.
Dass es Arbeit, Brot, Wasser und Salz für alle gibt.
Möge jeder von uns wissen, dass sein Körper, sein Geist und seine Seele freigesetzt wurden, damit sie gedeihen können.
Nie wieder, nie wieder, dieses prächtige Land belebt die Erfahrung der gegenseitigen Unterdrückung wieder und erleidet nicht wieder die Demütigung, der Paria der Welt zu sein.
Lass die Freiheit herrschen.
Möge die Sonne niemals auf solch eine brillante menschliche Leistung untergehen.
Gott segne Afrika.

Nelson Mandela

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